­
­
­
­

«Neue Erkenntnisse einfliessen lassen»

Durch seine Arbeit als Autor und Redaktor für das Historische Lexikon hat Markus Burgmeier viel gelernt. Nun freut er sich auf die Buchpräsentation, die am Sonntag um 10 Uhr in Balzers stattfinden wird. Sein Lieblingsartikel beschreibt die Burg Gutenberg, die ihn seit seiner Kindheit fasziniert, wie er im «Vaterland»-Interview sagt.

Was macht das Historische Lexikon zum Gewinn für jeden, der es besitzt?

Markus Burgmeier: Das Historische Lexikon vereint erstmals in zwei Bänden das Grundwissen über unser Land und seine Menschen. Es gibt wohl kaum ein Thema, das nicht im Lexikon vertreten ist. Bis jetzt musste man Informationen mühselig in verschiedenen Büchern und Quellen zusammensuchen. Ab dem 27. Januar können sie in kompakter Form in einem einzigen Buch nachgeschlagen werden. Wer sich mit einem bestimmten Thema vertiefter auseinandersetzen möchte, findet zudem unter jedem Artikel weiterführende Literatur- und Quellenangaben.

Wie sind Sie zum Historischen Lexikon gekommen?

2004 fragte mich Arthur Brunhart, ob ich für das Historische Lexikon mehrere Artikel zur liechtensteinischen Museumslandschaft schreiben möchte. Da ich zu diesem Zeitpunkt eine Weiterbildung im Bereich Museologie absolvierte und ich mich sowieso vertieft mit den liechtensteinischen Museen auseinandersetzen wollte, kam diese Anfrage gerade gelegen und ich habe gerne zugesagt. In der Folge übernahm ich weitere Artikel und 2007 erhielt ich die Möglichkeit, in der Redaktion mitzuarbeiten.

Was war der Schwerpunkt Ihrer Arbeit beim Lexikon?

Meine Hauptaufgabe als Mitglied des Redaktionsteams bestand darin, Artikel zu verfassen, für die wir bis anhin keinen Autoren gefunden hatten. So durfte ich Artikel zu den unterschiedlichsten Themen verfassen, wie zum Beispiel Denkmäler, Feuerschutzwesen, Säckelmeister, Dienstleistungssektor, Behinderte und Jagdwesen. Es war sehr abwechslungsreich und ich habe dabei viel über Liechtenstein gelernt.

Haben Sie einen «Lieblingsartikel» im Lexikon?

Ja, und zwar den Artikel über die Burg Gutenberg. Seit meiner Kindheit fasziniert mich diese Burg – dies geht wohl allen Balznern so – und so freute es mich umso mehr, dass ich diesen Artikel übernehmen konnte. Gewisse Gegebenheiten, die bis anhin nur im Gedächtnis gewisser Leute vorhanden waren, konnte ich anhand von Quellen verifizieren und als neue Erkenntnisse über die Burg in den Artikel einfliessen lassen.

Was hat es für Sie bedeutet, beim Historischen Lexikon mitarbeiten zu können?

Dies hat mir viel bedeutet. Es ist nicht selbstverständlich, als junger Geisteswissenschaftler auch wirklich in einem wissenschaftlichen Umfeld arbeiten zu dürfen. Den fachlichen Austausch und die gute Zusammenarbeit im Redaktionsteam habe ich sehr geschätzt. Ich bin dankbar und stolz, dass ich an diesem liechtensteinischen Pionierwerk mitarbeiten durfte. (Interview: ehu)

 

Schlagwörter

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Ähnliche Artikel

Abo
Die unlängst tot gesagten Linken verblüffen die deutsche Parteienlandschaft mit einem fulminanten Wahlkampf-Endspurt, der sie am Sonntagabend in die Nähe eines zweistelligen Ergebnisses führen könnte. Ein Auftritt der Linken-Galionsfigur Gregor Gysi und sein anschliessendes Interview geben Hinweise auf die Erfolgsgründe.
vor 19 Stunden
Abo
Die Schriftstellerin Amelia Blackwood hielt am 17. Februar zwei Lesungen am Liechtensteinischen Gymnasium ab. Dadurch kamen die Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Stufe jeweils mit den Büchern der Autorin in Kontakt. Zudem beantwortete Amelia viele Fragen.
19.02.2025
AboLeserbrief
17.02.2025
­
­