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Karl Bickels zeichnerisches Werk ausgestellt

Das Museum Bickel in Walenstadt zeigt in der aktuellen Ausstellung Zeichnungen von Karl Bickel. Insbesondere seine für Liechtenstein geschaffenen Briefmarken sind in guter Erinnerung. Am Sonntag, um 11.30 Uhr, kann man gemeinsam mit dem Kurator Guido Baumgartner die Ausstellung erkunden.

Walenstadt. ? Die Zeichnung als Grundlage für Karl Bickels Schaffen ? gleich zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war sie sein Medium: Im Zeichenatelier Paul Bleuler in Zürich erlernte Karl Bickel in den Jahren von 1900 bis 1904 das Lithografieren und Klischeezeichnen. Vier Jahre später hatte er bereits sein eigenes «Atelier für erstklassige Reklame». Parallel zu seiner Tätigkeit als Illustrator und Grafiker entwickelte sich sein künstlerisches Interesse.

Porträt, Pflanzen, Berge

Die zahlreichen Porträts, Pflanzenstudien und Bergdarstellungen zeigen die Zeichnung als eigenständiges Ausdrucksmittel und kontinuierliches Betätigungsfeld Karl Bickels. Seine Bildungsreise nach Italien im Jahr 1912 war dem Studium der grossen Meister der Malerei und Bildhauerei gewidmet. In seinen Körperstudien und Aktzeichnungen suchte er stets die anatomische Genauigkeit, wobei er diese nicht nur vom lebenden Modell, sondern vor allem auch aus Anatomiebüchern erarbeitete. Er betonte dabei die Kraft der Muskeln und stellte Menschen meistens kraftstrotzend und vital dar.
Andererseits lässt die Ausstellung auch erkennen, wie wichtig die Zeichnung beispielsweise in der Werbung war, bevor die Fotografie das Bildmaterial lieferte. Und nicht zuletzt manifestierte sich Bickels zeichnerisches Talent in den Briefmarken ? auf dem Postweg fand er seine grösste Verbreitung und Anerkennung.

Ein «Markenzeichen» Liechtensteins

Nachdem er 1924 sein eigenes Geschäft in Zürich aufgegeben hatte, bestritt er hauptsächlich als Markenstecher seinen Lebensunterhalt. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren gestaltete er Wertzeichen für die Schweiz, aber auch für Liechtenstein, Luxemburg und Portugal. Fürst Hans-Adam II. erklärte dazu: «Die Sammler liechtensteinischer Briefmarken aus der ganzen Welt haben sich mit seiner Kunst auseinandergesetzt und werden das auch in Zukunft tun. Darum sind wir auch in Liechtenstein dankbar für das, was er geschaffen hat.» (pd)

 

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