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Gute Alternative gefunden

Wohlwend erhält neue Chance in der GT4 nach Ungewissheit

Fabienne Wohlwend hatte einen holprigen Start in der GT4 Germany, doch sie macht Fortschritte und sammelt wertvolle Rennerfahrungen. Nach dem Ende der W-Series plant sie langfristig mit dem Team.
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Fabienne Wohlwend 2023
Diese Saison fährt Fabienne Wohlwend in der GT4 Germany sowie Nürburgring-Langstrecken-Serie
Fabienne Wohlwend 2023
Liechtensteins Rennfahrerin musste sich erst an den Aston Martin gewöhnen. (Bild: Axel Weichert)

Mit dem Aston Martin überwiegend auf deutschen Rennstrecken unterwegs statt mit dem Formel-3-Wagen Überholmanöver auf der ganzen Welt durchführen – die Saison verläuft anders als geplant für Fabienne Wohlwend, weil das Konkursverfahren der W-Series lange hinausgezögert wurde. Kurzfristig musste sie eine Alternative finden, was diese nicht unbedingt weniger spannend oder anspruchsvoll macht. Über ihre Freundin Célia Martin, mit der sie auch in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) ein Fahrzeug (BMW) teilt, hat sie bei Prosport Racing ein Cockpit in der GT4 Germany erhalten. 

«Mir war bewusst, dass es in so kurzer Zeit mit einem neuen Team, einem unvertrauten Fahrzeug und teilweise unbekannten Strecken eine Herausforderung wird. Doch ich muss sagen, dass ich diese Meisterschaft etwas unterschätzt habe. Die deutsche GT4-Serie ist hart umkämpft und vom Niveau her vergleichbar mit der europäischen», meint die Liechtensteiner Motorsportlerin. In den ersten Rennen blieb Wohlwend hinter den eigenen Erwartungen, doch nach einer gewissen Eingewöhnungsphase fühlt sie sich nun wohl im Aston Martin und dafür bereit, um Punkte anzutreten. «Das Feedback von unserem Team­chef ist positiv und wichtig ist, dass wir uns kontinuierlich steigern.»

Fabienne Wohlwend 2023
Liechtensteins Rennfahrerin musste sich erst an den Aston Martin gewöhnen. (Bild: Axel Weichert)

Doppelspurigkeit bietet mehr Sicherheit

Sowohl bei Prosport (GT4 Germany) als auch Girls Only WS (NLS) fühlt sich die 25-jährige Schellenbergerin gut aufgehoben. Eines ihrer grossen Ziele lautet, irgendwann 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife im GT3 zu absolvieren – bei Prosport besteht die Möglichkeit dazu. Aus gutem Grund fährt sie jeweils parallel in zwei Bewerben für verschiedene Teams: «Wenn irgendetwas passiert, wie zum Beispiel, dass ein Sponsor nicht mehr bezahlt, ist das Risiko geringer. So hat man immer noch ein zweites Standbein.» Eine Weisheit, die sich nach dem Wegfall der Frauenrennserie bezahlt gemacht hat. 

Fabienne Wohlwend wird dieses Jahr noch in beiden Serien an den Start gehen. Auch nächste Saison möchte sie gern wieder an diesen teilnehmen. Die Rennfahrerin hat ausserdem wieder eine Einladung zur Indian Racing League erhalten und gleichzeitig mehrere Anfragen, um in Europa und im mittleren Osten als Fahrinstruktorin zu arbeiten. Auch ohne W-Series halt sich also nichts daran geändert, dass die reisefreudige Liechtensteinerin kaum zu Hause ist. Dies ist auch unabdingbar, um möglichst viele Stunden auf der Rennstrecke zu sammeln und sich dort zu präsentieren: «Wenn jemand nach einer schnellen Fahrerin für sein Team sucht, muss ich ihm als erstes in den Sinn kommen.» 

Neben guten Resultaten ist dieses Netzwerken erforderlich, weil einen der Motorsport laufend mit neuen Überraschungen respektive Herausforderungen konfrontiert. Fabienne Wohlwends aktuelle Saison zeigt aber auch, dass dadurch immer wieder eine neue Tür aufgeht, wenn sich eine andere schliesst.

Fabienne Wohlwend GT4

Fabienne Wohlwend hat neue Rennserie gefunden

 

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