­
­
­
­

Merz schweigt zum Liechtenstein-Modell

Der Schweizer Bundesrat hat erneut den Abschied vom Schwarzgeld ausgerufen. Auf die Frage, ob die Liechtensteiner Weissgeldstrategie auch eine Variante für den Schweizer Finanzplatz sein könnte, wich Finanzminister Hans-Rudolf Merz heute Donnerstag bei der Pressekonferenz des Bundesrates aus.

VON WOLFGANG FREY

Bern. - «Ich werde mich nicht wertend zu den einzelnen Instrumenten äussern», sagte Merz auf die Frage eines Journalisten, ob die Schweiz im Rahmen ihrer Finanzplatz-Strategie ein ähnliches Abkommen anstrebe, wie es Liechtenstein mit Grossbritannien vereinbart hat. Darin verpflichtet sich Liechtenstein, künftig keine unversteuerten Gelder mehr von Briten anzunehmen. Im Gegenzug bietet London eine grosszügige Legalisierungsmöglichkeit für unversteuerte Gelder auf Liechtensteiner Konten an. Er werde sich «hüten, zu sagen, ob das in Frage kommt oder nicht», sagte Merz.

Um das im vergangenen Dezember gesteckte Ziel, keine unversteuerten Gelder aus dem Ausland mehr in der Schweiz zu dulden, hatte die Landesregierung zuvor beschlossen, den OECD-Standard - die Lüftung des Bankgeheimnisses in Steuerhiunterziehungsverdachtsfällen – konsequent und rasch umzusetzen und bei der Bekämpfung von Steuerbetrug und -hinterziehung zusammenzuarbeiten.

Zudem will sie die Regularisierung unversteuerter Vermögen regeln. Der Bundesrat befürworte eine weitgehende Kooperation bei Steuerdelikten, lehne aber den «gläsernen Bürger» im Sinne eines automatischen Informationsaustausches ab.

Entsprechende Abkommen sollten bilateral mit anderen Ländern vereinbart werden. Konkrete Angaben zu den einzelnen Instrumenten, mit dem diese Ziele jeweils erreicht werden könnten, machte Merz allerdings auch auf weitere Nachfragen in der Pressekonferenz nicht.

 

Schlagwörter

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Ähnliche Artikel

Abo
Mit der Schlüsselübergabe im Verteidigungsdepartement ist der Bundesrat wieder komplett. Martin Pfister trifft auf ein Gremium aus sechs unterschiedlich starken Machtmenschen - das zuletzt aber ziemlich gut zueinander gehalten hat.
vor 9 Stunden
Einigkeit ist in der «Arena» selten. Doch in dieser Sendung schossen alle gegen die UBS. Sogar SVP-Nationalrat Thomas Matter. Das gibt Hoffnung.
29.03.2025
Abo
Bis kurz vor Meldeschluss war sich Martin Pfister nicht sicher, ob er ins Rennen um einen Sitz im Bundesrat steigen sollte. Den Entscheid fällte er nach einem längeren Gespräch mit dem bekanntesten Politologen der Schweiz - den er schon lange persönlich kannte.
29.03.2025
­
­