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«Im Dialog» mit der Wirtschaft

Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Martin Meyer traf sich am Montag mit Unternehmern und Vertretern von Wirtschaftsverbänden. Im Rahmen der Diskussionsreihe «Im Dialog» drehte sich der Gedankenaustausch um den Ausbau einer dienstleistungsorientierten, unternehmerfreundlichen Verwaltung.

Vaduz. - Der Abbau der Bürokratie und Deregulierungen werden vom Futuro-Bericht der Wirtschaftskammer als dringliche Massnahme für die Erhaltung und Stärkung des Wirtschaftsplatzes Liechtenstein gefordert.

Wirtschaftsminister Martin Meyer hat deshalb die Diskussionsreihe «Im Dialog» ins Leben gerufen, um mit Unternehmern und Vertretern der Wirtschaftsverbände gemeinsam nach Zukunftslösungen für eine möglichst dienstleistungsorientierte und unternehmerfreundliche Verwaltung zu suchen.

Eine ausgewählte Runde Jungunternehmer und gestandener Unternehmer mit Erfahrung traf sich mit Wirtschaftsminister Martin Meyer, mit Vertretern des Wirtschaftsressorts sowie mit Amtsleitern zum Gedankenaustausch.

«Wir wollen die Verwaltung noch effizienter machen, stärker auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und auf Serviceleistungen für die Unternehmer ausrichten», unterstrich Wirtschaftsminister Martin Meyer. Verschiedene Massnahmen seien bereits in die Wege geleitet worden, andere würden sich in Ausarbeitung befinden, sagte Martin Meyer weiter und betonte: «Wir wollen hören, was die Praktiker dazu sagen.»

Eine kurze Umfrage unter den anwesenden Unternehmern brachte das Ergebnis, dass die Unternehmerfreundlichkeit der Verwaltung auf einer Zehner-Skala durchwegs in der positiven Hälfte eingeschätzt wird. Dennoch waren sich die Unternehmer einig, dass noch Optimierungen und Verbesserungen möglich und notwendig wären.

Erste administrative Erleichterungen werden schon im September vom Amt für Volkswirtschaft eingeführt. Amtsleiter Christian Hausmann erläuterte den Abbau des «Papierkriegs» bei der Gründung von Unternehmen. Künftig würde es nur noch einen Ansprechpartner geben, weil die Formulare vereinheitlicht und direkt an die einzelnen Amtsstellen verschickt werden. «Im regionalen Standortwettbewerb können wir nur mit besseren Serviceleistungen punkten gegenüber der Konkurrenz», betonte Christian Hausmann.

Konkrete Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Unternehmer der Baubranche in der Vereinheitlichung und der möglichst raschen Erledigung der Anträge. Ein Unternehmer wünschte sich beim Staat mehr Kundenfreundlichkeit: «Die Antragsteller müssen nicht gerade wie Könige behandelt werden, aber zumindest als Partner.» Diskutiert wurden auch die Bewilligungspraxis für ausländische Arbeitnehmer, die oft fehlende Koordination unter den staatlichen Amtsstellen sowie die geforderten Mehrfach-Eingaben von statistischen Angaben, die vereinheitlich werden könnten.

Wirtschaftsminister Martin Meyer zeigte sich am Schluss des Dialogs zufrieden mit der «wertvollen Diskussion», die konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt habe. Was aus den Unternehmen als Kritik oder Anregung komme, werde beim Projekt «Dienstleistungsorientierte und unternehmerfreundliche Verwaltung» als Verbesserungsmöglichkeit einfliessen. (pafl)

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