Gut ein Jahr Erfahrung hat Liechtenstein mit dem Emissionshandel. Sven Braden vom Amt für Umweltschutz erklärt, dass in Liechtenstein zwei Unternehmen Zertifikate, die den Ausstoss einer bestimmten Menge CO2 erlauben, zugeteilt wurden: der Hilcona AG und der Herbert Ospelt Anstalt. Die zugeteilte Menge basiert auf dem bisherigen Ausstoss und der prognostizierten Entwicklung ? mit dem Ziel, die Emissionen zu reduzieren. Die beiden Unternehmen müssen Emissionsrechte zukaufen, wenn sie mehr CO2 ausstossen, als sie nach den ihnen zugeteilten Zertifikaten dürfen. Ziel dieser Übung ist es, dass die Emissionen dort eingespart werden, wo dies mit dem geringsten Kostenaufwand möglich ist. Mit dem Bezug von Prozesswärme von der KVA in Buchs werden die Reduktionsziele der zwei Liechtensteiner Betriebe sogar übertroffen. Die beiden Unternehmen können somit Zertifikate auf dem europäischen Markt verkaufen und damit ein Teil der Dampfleitung finanzieren. «Die beiden Firmen sind damit beim Emissionshandel in der EU sehr gut positioniert», sagt Braden.
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