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«Historische Weichenstellung»

Schon 2015 könnte die S-Bahn FL-A-CH Liechtenstein und die Region verbinden. In einem ersten Schritt soll diese zwischen Buchs, Schaan und Feldkirch verkehren, später soll sie weiter ausgebaut werden.

Vaduz. – «Es ist wichtig, dass wir das S-Bahn-Projekt jetzt angehen», erklärte Verkehrsminister Martin Meyer an der gestrigen Medienkonferenz. Denn Liechtenstein werde in den nächsten Jahren weiter wachsen, sowohl in Bezug auf die Einwohnerzahl als auch auf Arbeitsplätze und Verkehr. Für das Jahr 2030 wird die Einwohnerzahl Liechtensteins auf 43'800 geschätzt, die Zahl der Pendler soll von aktuellen 16'000 auf 25'000 wachsen. Daher ist die S-Bahn nicht nur ein Projekt für heute, sondern auch für die nachfolgenden Generationen. Die S-Bahn soll den öffentlichen Verkehr wie auch den Wirtschaftsstandort Liechtenstein durch grössere Mobilität stärken. Gleichzeitig soll sie die Region besser verbinden, zur Entwicklung von Ortszent­ren beitragen und den Klimaschutz fördern.
Geplant ist, die bestehende Eisenbahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs anzupassen, welche momentan vor allem vom Fern- und Güterverkehr genutzt wird und für den liechtensteinischen Personenverkehr keinen direkten Nutzen bringt. Die grösste Anpassung ist zwischen Tisis und Nendeln geplant, wo die Schienen doppelspurig gemacht werden müssen.

Das regionale Rückgrat

Da das Bahnnetz durch Liechtenstein zwar seit 1872 in Betrieb ist, die Bahnhöfe seitdem aber immer mehr an Bedeutung verloren haben, könne man getrost von einer «historischen Weichenstellung» sprechen, so Meyer. Der Grundstein für das S-Bahn-Projekt wurde 2007 gelegt, als eine Vereinbarung betreffend der Entwicklung des Eisenbahnwesens mit der Schweiz unterzeichnet wurde. 2008 folgte dann die Absichtserklärung über die Errichtung einer grenzüberschreitenenden S-Bahn FL-A-CH.
Das 2008 erarbeitete Mobilitätskonzept «Mobiles Liechtenstein 2015» sieht die S-Bahn als Schlüsselinfrastruktur für Liechtenstein und die Region. Sie soll das regionale Rückgrat des öffentlichen Verkehrs bilden, während die Busse die Feinverteilung in die weiteren Gemeinden übernehmen. Auch an den Fernverkehr soll die S-Bahn gut angebunden werden. Zudem sollen die Haltestellen für Fussgänger und Velofahrer gut erschliessbar sein, denn die S-Bahn soll «Bahn, Bus, Rad und Fussgänger zusammenbringen», wie Markus Biedermann, Abteilungsleiter Verkehr beim Tiefbauamt, erklärt. (ah)
 

 

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