Für regional abgestimmte Spitalplanung
Vaduz/St. Gallen. – Vor einer Woche haben Parlamentarier aus Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen an der alten Rheinbrücke Sevelen-Vaduz ihre Regierungen zu mehr Kooperation in der Spitalpolitik aufgefordert. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniere ungenügend.
Grenzen überwinden
Wie die Parlamentarier angekündigt haben, sollte eine gleichlautende Interpellation an die Parlamente in Vaduz und St. Gallen ergehen. Dies wurde inzwischen realisiert. So reichten am vergangenen Mittwoch die Fraktionspräsidenten von SVP, FDP und CVP des St. Galler Kantonsrats eine «Interpellation zur grenzüberschreitenden, regional abgestimmten Spitalplanung und Versorgung mit Spitalleistungen zwischen dem Kanton St. Gallen und dem Fürstentum Liechtenstein» ein. Eine gleichlautende Interpellation wurde nun am Rande der Landtagseröffnung am vergangenen Donnerstag dem Landtagssekretariat übergeben. Unterschrieben ist die Interpellation von der VU-Abgeordneten Diana Hilti, dem seit knapp einer Woche parteilosen Abgeordneten Harry Quaderer, den FBP-Abgeordneten Rainer Gopp und Wendelin Lampert sowie vom FL-Abgeordneten Pepo Frick.
Gegen Konkurrenzstrategie
«Wie stellt die Regierung sicher, dass zwischen den Spitälern Grabs und Vaduz keine Konkurrenzsituation in Bezug auf die angebotenen ambulanten und stationären Spitalleistungen in der Grundversorgung entsteht? Wie stellt die Regierung sicher, dass es aufgrund der geplanten Investitionen in Grabs und dem Neubau in Vaduz keine Mengenausweitung an ambulanten und stationären Spitalleistungen in der Region gibt?» Diese und weitere Fragen stellen die Interpellanten an die Regierung. Insbesondere wollen die Interpellanten auch wissen, welche möglichen Formen der abgestimmten und koordinierten Spitalplanung und Versorgung mit Spitalleistungen aus Sicht der Regierungen in Vaduz und St. Gallen denkbar sind. (güf)
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